3. MINT-Symposium in Nürnberg erfolgreich

Wir freuen uns sehr, dass nun am 25. und 26. September schon das 3. Symposium zur Hochschullehre in den MINT-Fächern des DiZ und der TH Nürnberg Georg Simon Ohm stattfinden konnte. Es handelt sich dabei um die einzige bundesweite Veranstaltung zur Lehre in MINT-Fächern, es beleuchtet deren sämtliche Facetten, egal ob extra- oder intracurricular. Mit etwas mehr als 240 Teilnehmenden aus ganz Deutschland kann es wieder als voller Erfolg gewertet werden. Die besten der Tagungsbeiträge finden sich im mehr als 300 Seiten umfassenden Tagungsband, der online auf der DiZ-Homepage abgerufen werden kann und schon bei der Tagung allen Teilnehmenden überreicht wurde.

In diesem Jahr stand thematisch vor allem die Kombination aus MINT-Lehre und DIGITALer Unterstützung des Lerngeschehens im Vordergrund. Wie öffnen wir den Studierenden bestmöglich Zugänge zum Verständnis der Materie? Und wie kann das durch digitale Aufbereitung für das Lerngeschehen der Studierenden befördert und verstärkt werden? Zu diesen beiden Schwerpunkten fanden Workshops, Pecha-Kucha-Sessions sowie ein Science Slam statt. Eine einführende Keynote hielt Prof. Dr. Sönke Knutzen, Vizepräsident der TU HH. Er beleuchtete die notwendigen Schritte für den notwendigen Transformationsprozess der Hochschulen. "Das bedeutet", so Knutzen, "dass Akteure aus unterschiedlichen Bereichen der Hochschule in einen konstruktiven und strategischen Austausch gebracht werden sollten, und Bildungsstrategien nicht nur top-down formuliert, sondern auch bottom-up gelebt werden müssen." Er schilderte dabei viele Beispiele aus seiner Hochschule, die diesen Transformationsprozeß bereits erfolgreich durchlaufen hat.

In den Tagungsbeiträgen spiegelt sich der umfassende Wille wider, die Lehre in den MINT-Fächern von ihrem Ruf, das sei nur etwas für Überflieger, zu befreien. Nicht zuletzt hat dieses Image möglicherweise seine Ursache darin, dass Studierende mit naturwissenschaftlichen Grundlagen- und Aufbaufächern (Mathematik, Physik, Technische Mechanik usw.) konfrontiert werden, die wohl vor allem deshalb als schwierig gelten, weil einige "landläufige" Vorstellungen von ihren Zusammenhängen mit der Realität nicht übereinstimmen. Eine der wichtigsten Aufgabe der Didaktik dieser Wissenschaften ist, mit entsprechenden Lehrmethoden bei den Studierenden sowohl die richtigen Vorstellungen zu erzeugen und zu verankern, als auch die passenden Herangehensweisen zu üben und zu vertiefen. In diesem Zusammenhang sind digitale Elemente von Vorteil: Während in klassischen Lehrveranstaltungen die Zeit der ProfessorInnen gebraucht wird, um Inhalte zu übermitteln, setzen digital unterstützte Konzepte auf Eigenaktivität der Studierenden zum Inhaltserwerb, und nutzen die freigewordene Zeit in der Lehrveranstaltung, um mit den Studierenden am richtigen Verständnis zu arbeiten und die Fragen und Probleme der Studierenden zu beantworten bzw. zu lösen.

Zum Tagungsband (Download); Hinweis: einer der Beiträge zur Lehre in Physik wurde bereits in der letzten DiNa veröffentlicht (Download)