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Forum der Lehre 2004

begegnen - bewegen - begeistern

Wenn sich bayerische ProfessorInnen zum Lernen und Erfahrungen tauschen treffen, dann geht’s bayerisch-musikalisch-gemütlich zu:

So könnte man jedenfalls glauben. Dabei kann man mit Blechbläsern wunderbar Veranstaltungen steuern und Teilnehmer dirigieren, ohne dass das auch nur annähernd direktiv wirkt. Und: Gute Stimmung macht es auch! Solchermaßen (und durch Butterbrezen) gestärkt kann man sich dann gut in einer Prozession durch die technischen Labors der gut ausgestatteten Fachhochschule Deggendorf bewegen, um dort die reichhaltige Anwendungsforschung zu begutachten, zu fachsimpeln und voneinander zu lernen.

Das funktioniert natürlich nur, wenn Kollegen gleichen Interesses zusammenkommen – bei rd. 170 Professoren unterschiedlichster Fachrichtung aus 20 Hochschulen müssen also methodisch die Ähnlichkeiten zusammengebracht werden. Ob Kunststoffspritztechnik.

oder Fahrzeugelektronik, Betriebswirtschaft oder Medieninformatik, in den jeweiligen Themenbereichen wurde konzentriert debattiert. Da braucht es schon die Bläser, um die fünf Prozes-sionen unauffällig-dringlich rechtzeitig wieder an den Hauptversammlungsort zurückzurufen.

Hier ist inzwischen der bayerische Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel eingetroffen, um zu den ProfessorInnen zu sprechen und fünf Preise für gute Lehre zu verleihen. Studenten der Preisträger bringen die Laudationes, sie haben ja auch die Vorschläge für den Preis gebracht.

Ein Film über die Preisträger und deren Arbeit bringt allen nahe, wie vorbildliche Lehre aussehen kann. Da kann es dann schon sein, dass dem Minister nach einer witzigen Einlage zumute ist.

Im Anschluß plaudert Roswita Königswieser in lockerer Art über gute Lehre, und was Lehrpersonen unverwechselbar macht.

Wenn gute Lehre heißt, die Studenten zu aktiver Beteiligung an den Inhalten der Veranstaltungen zu bringen, ist es nur konsequent, dass die ProfessorInnen bei Ihrer großen Veranstaltung sich auch selbst neue Wissens- und Kompetenzgebiete erarbeiten. Das geschieht in verschiedenen „Erlebnisräumen“: Stimmübungen, Bau von chemischen Molekülen aus Modellierballons,

Selbstgesteuertes Lernen, Projektlernen und kleinere Lehrmethodiken, professionelle Prüfungsgestaltung, E-Learning-Tools und vieles mehr.

Natürlich möchte jeder trotz des begrenzten Zeitrahmens möglichst vielfältige Eindrücke mitnehmen. So werden am späteren Nachmittag dann noch gezielt die TeilnehmerInnen durchmischt, um sich gegenseitig ihre Eindrücke mitzuteilen und auch, um wiederum interessante Kontakte zu KollegInnen zu knüpfen.

Das Echo: Bisher fast durchweg positiv. Interessante Veranstaltung, kommunikative Methodik, habe viele Leute kennengelernt, viel geistige Substanz mitgenommen, werde meine Lehrveranstaltungen umstellen… die Bläser spielen einen Tusch, und die Orgacrew hat wieder Ruh.

Schicken Sie uns Ihr persönliches Echo: diz@diz-bayern.de